Feedback-Portfolio

Feedback-Portfolios erlauben es Lernenden, ihre akademische Entwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg zu dokumentieren und mitzuverfolgen. Die didaktischen Ziele liegen in der Sichtbarmachung des Lernfortschritts, der Anregung zur kritischen Reflexion des Lernprozesses und der Möglichkeit der kontinuierlichen Begleitung durch Lehrende.

Digitale Portfolios bieten den Vorteil, dass sie vielfältige Medien (z. B. durch Studierende erstellte Podcasts, Videos, Präsentationen, Grafiken) bündeln und sie jederzeit und von überall erreichbar sind.

Communities of Practice für den Bereich Feedback-Portfolios


FB 02 Bildungswissenschaften

Leitung
Prof. Dr. Margarete Imhof
Psychologie in den Bildungswissenschaften
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Prof. Dr. Marius Harring
Institut für Erziehungswissenschaft
AG Schulforschung / Schulpädagogik
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Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Sebastian Laube, M.Sc.
Psychologie in den Bildungswissenschaften
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Franziska Ohl, M.Sc.
Psychologie in den Bildungswissenschaften
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Beschreibung des Vorhabens

Feedback, Aktivierung, Selbststeuerung und Kollaboration durch hybride Lernsettings stärken, dies hat sich das ModeLL-M - Mainzer Modelle für digital erweitertes Lehren und Lernen zur Aufgabe gemacht. Das Teilprojekt zum Feedback-Portfolio ist in den Bildungswissenschaften angesiedelt und wird in Kooperation zwischen Psychologie und Erziehungswissenschaft durchgeführt. Es richtet sich an Lehramtsstudierende und somit an eine fachlich multidisziplinäre Gruppe.

Ziel der Portfolioarbeit ist es, eine (digitale) Lernumgebung zu gestalten, in der die Studierenden die verschiedenen Aspekte aus dem Studium ihrer Fächer integrieren und die eigene professionelle Entwicklung planen, dokumentieren und aktiv gestalten. Dazu gehört neben der adäquaten Auswahl, Reflexion, Strukturierung und Re-Strukturierung der Studieninhalte und der Erfahrungen aus verschiedenen, auch außeruniversitären Lerngelegenheiten, ganz zentral die Arbeit an einer Feedbackkultur.

Die Bausteine der im Projekt in den Blick genommenen Feedbackkultur sind Feedback geben, Feedback nehmen, Feedback erbitten sowie Feedback reflektieren und konstruktiv verarbeiten. Feedback erfolgt in unterschiedlichen Konstellationen und kann zum Beispiel von Lehrenden in den universitären Lehrveranstaltungen, in der Peer-Gruppe, von Tutorinnen und Tutoren, von praktikumsbetreuenden Lehrenden und anderen Personen, denen man im (zukünftigen) professionellen Umfeld begegnet, kommen und als Selbstfeedback auftreten. Form und Inhalt von Feedback beeinflussen unmittelbar die Emotionen und das Selbstkonzept und über die Zeit hinweg weitere Aspekte der individuellen Entwicklung, z.B. die professionellen Ziele, die Motivation und die Selbstwirksamkeitserwartung.

Die Arbeit an und mit dem digitalen Feedback-Portfolio wird in die Lehrveranstaltungen integriert. Die Studierenden setzen sich mit Formen und Effekten von Feedback sowie dem Prozess zum Aufbau einer Feedbackkultur auseinander. Sie erhalten Impulse für fach- und themenbezogene Schreib- und Beobachtungsaufträge. Neben dem persönlichen Feedback von Lehrenden, werden Feedbackrunden in Peer-Gruppen, kriteriengestütztes Feedback von Tutorinnen und Tutoren und automatisiertes Feedback durch digitale Tools genutzt.

Im Sinne des ModeLL-M werden die Potentiale der digitalen Lehr- und Lernumgebung ausgelotet, um ein nachhaltiges digitales Feedback-Portfolio zu entwickeln. Gemeinsam mit den Studierenden und mehreren Lehrenden aus den Bildungswissenschaften erarbeiten wir ein Tool, das die Studierenden im ersten Semester in die Hand bekommen, das sie über das Studium hinweg weiter führen und das sie bis ins Referendariat begleitet. Die Einträge im Feedback-Portfolio reflektieren den individuellen Weg der professionellen Entwicklung und können perspektivisch als Grundlage für Prüfungsformate oder als Ausgangspunkt für Forschungsfragen im Rahmen von Abschlussarbeiten vertiefend genutzt werden.


Leitung
NN

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
NN


Leitung
NN

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
NN