Communities of Practice: Vorlesung.21

Pilot-CoP: FB 04 | Universitätsmedizin

Projektverantwortliche
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Michael Schmeißer | Institut für Anatomie
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Jun.-Prof. Dr. med. Sven Schumann | Institut für Anatomie
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Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Dr. Stephanie Lagaly-Schmeißer | Institut für Anatomie
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Alexandra Voß | Institut für Anatomie
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Dr. Tanja Wolloschek | Institut für Anatomie
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Beschreibung des Vorhabens

Im Rahmen des Projekts sollen die Vorlesungen des vorklinischen medizinischen Faches Anatomie mit digitalen Elementen weiterentwickelt und in eine aktivierende und feedbackgestützte Vorlesung.21 transformiert werden. Ziel ist vor allem eine Stärkung des selbstregulierten Lernens, die Einbindung von regelmäßigem Feedback sowie die Steigerung der aktiven Beteiligung der Studierenden.

Die angestrebten Ziele sollen hauptsächlich durch drei Maßnahmen erreicht werden:

  • Neustrukturierung des Lernprozesses (Inverted Classroom Plus): LMS-Moodle-gestützte Selbstlernphasen inklusive Lerntests mit automatisiertem Feedback sollen eine objektive Selbsteinschätzung des Lernprozesses während des Semesters ermöglichen.
  • Semesterbegleitendes Feedback: Durch die Einrichtung themenoffener Foren in Moodle soll eine Möglichkeit zur niedrigschwelligen, individuellen Kontaktaufnahme und lernbegleitenden Kommunikation geschaffen werden.
  • Live-Feedback in Präsenzvorlesungen: Durch den Einsatz von Audience Response Systemen bekommen Studierende die Möglichkeit, anonym Rückfragen und Rückmeldungen zu geben und können sich aktiv an der Vorlesungsgestaltung beteiligen.

Erweiterungs-CoP: FB 02 | Politikwissenschaft

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Helen Callaghan | Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereich Politische Ökonomie
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Prof. Dr. Arne Niemann | Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereich Internationale Politik
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Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Dipl.-Pol. Dorothea Klotter | Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereich Politische Ökonomie
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Dr. Jürgen Unger-Sirsch | Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereich Politische Ökonomie
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Johanna Speyer M. A. | Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereich Internationale Politik
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Beschreibung des Vorhabens

Am Institut für Politikwissenschaft werden derzeit durch die Neubesetzung von drei Professuren sechs große Bachelor-Vorlesungen neu konzipiert. Dadurch ergibt sich die seltene Gelegenheit, die vorlesungsbasierte Stoffvermittlung grundlegend zu überdenken. Ähnlich wie die Pilot-CoP sehen auch wir großes Verbesserungspotential in Bezug auf Selbststeuerung, Feedback, Kollaboration und Aktivierung.

Im sozialwissenschaftlichen Kontext ist die Vermittlung von Faktenwissen auch im Bachelorstudium nicht das wichtigste Kompetenzziel. Eigenständiges kritisches Denken und die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven gegeneinander abzuwägen oder Grundlagenwissen zu übertragen und anzuwenden, kommen in der Frontallehre zu kurz. Den Empfehlungen des ZQ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz folgend will unsere CoP daher auch im Bereich der Vorlesung den shift from teaching to learning vollziehen. Der oder die sage on the stage soll noch öfter dem oder der guide on the side weichen. Dafür wählen wir ein mehrstufiges Vorgehen. Bausteine aktivierender Lehre werden zunächst in Bezug auf drei inhaltlich komplementäre Vorlesungen zur europäischen Integration entwickelt und erprobt und dann auf weitere Vorlesungen des Instituts übertragen. Der so entstehende, erprobte und auf die Politikwissenschaft zugeschnittene Baukasten für innovative Vorlesungen steht anschließend allen Mitgliedern des Instituts und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Erweiterungs-CoP: FB 09 | Chemie

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Paul Czodrowski | Department Chemie, Physikalische Chemie
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Dr. Nuri Blachnik | Department Chemie

Dr. Christian Kersten | Institut für Pharmazeutische und Biomedizinische Wissenschaften
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Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Steven Clower

Takashi Kato

Hilfskraft
Vinith Kowrithasan

Beschreibung des Vorhabens

Die Studiengänge Biomedizinische Chemie, Chemie und Pharmazie enthalten in ihren aktuellen Curricula sehr viele Pflicht-Vorlesungen sowie Pflicht-Praktika, die üblicherweise komplett in Präsenz stattfinden. Die Lehrenden Blachnik, Czodrowski und Kersten haben bereits in Corona-Zeiten unabhängig voneinander an der Digitalisierung von Lehr- und Praktikums-Inhalten gearbeitet. Diese Einzelmaßnahmen sollen durch die Förderung gebündelt werden. Als zentrales gemeinsames Element der Lehrveranstaltungen von Blachnik, Czodrowski und Kersten geht es um die interaktive Visualisierung komplexer Daten sowie das Erlernen der Programmiersprache Python, die hilfreich für die Studierenden im Verlauf ihres gesamten Studiums ist. All dies soll in einen zentralen One-Stop Shop einfließen, der gesammelt alle digitalen Lehrinhalte einfach zugänglich macht.

Mittlerweile lassen sich viele Experimente online auswerten oder simulieren. Jedoch gibt es hierzu sehr diverse und heterogene Lösungen, die auch nicht immer plattformunabhängig und nativ im Browser funktionieren. Durch unseren geplanten One-Stop-Shop möchten wir genau an dieser Stelle ansetzen: Es soll ein vereinheitlichter webbasierter Zugriff aufgesetzt werden. Dadurch können sich beispielsweise die Studierenden Vorlesungsinhalte vorab zu Hause selbst am PC durch eine interaktive Visualisierung vor Augen führen und dadurch den Lerneffekt steigern. Gleichzeitig dient unser One-Stop-Shop der Vorbereitung für Pflichtpraktika: so können sich die Studierenden mit dem experimentellen Setup von zu Hause aus vertraut machen und dadurch das Experiment im Labor effizienter durchführen. Ebenso lässt sich die Auswertung des Experimentes am Heim-PC durchführen, wodurch sich viel mehr ausprobieren lässt und somit die Eigenmotivation der Studierenden gefördert wird. Ein erster Prototyp des One-Stop-Shop ist via https://interaktiv.chemie.uni-mainz.de/ aufrufbar. Er beinhaltet Lehrmaterialien zu Vorlesungen und Praktika der Allgemeinen und Physikalischen Chemie und soll Schritt für Schritt mit den digitalen Elementen erweitert werden.

Die ausgewählten Lehrveranstaltungen stellen Rollenmodelle dar, die im Verlauf der Förderperiode bis Juli 2024 durch die CoP unter Einbezug von Studierenden und Promovierenden für die hybride Lehre verbessert werden sollen. So planen wir kontinuierlich Feedback einzuholen, damit bereits im laufenden Semester mögliche Schwachpunkte bei der Vermittlung der Lehrinhalte minimiert werden können. In der vorlesungsfreien Zeit wird es intensive Diskussionen mit allen Beteiligten der CoPs geben, damit im Folge-Semester die Veranstaltungen weiter optimiert werden. Gleichzeitig stellen wir unsere „Rollenmodell-Lehrveranstaltungen“ im informellen Rahmen unseren lehrenden Kolleg:innen aus dem Department Chemie und am Institut für Pharmazeutische und Biomedizinische Wissenschaft vor: dadurch erhoffen wir uns eine Erweiterung auf mehr Lehrveranstaltungen, die über die Förderperiode hinaus mit digitalen Elementen angereichert werden. Gleichzeitig verbessern wir durch den gemeinsamen One-Stop-Shop die inhaltliche Schnittstelle zwischen den Studiengängen Biomedizinische Chemie, Chemie und Pharmazie.