Communities of Practice: Feedback-Portfolio

Pilot-CoP: FB 02 | Bildungswissenschaften

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Margarete Imhof | Psychologisches Institut, Abteilung Psychologie in den Bildungswissenschaften
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Prof. Dr. Marius Harring | Institut für Erziehungswissenschaft, AG Schulforschung / Schulpädagogik
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Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Sebastian Laube, M.Sc. | Psychologisches Institut, Abteilung Psychologie in den Bildungswissenschaften
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Franziska Ohl, M.Sc. | Psychologisches Institut, Abteilung Psychologie in den Bildungswissenschaften
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Beschreibung des Vorhabens

Feedback, Aktivierung, Selbststeuerung und Kollaboration durch hybride Lernsettings stärken, dies hat sich das ModeLL-M - Mainzer Modelle für digital erweitertes Lehren und Lernen zur Aufgabe gemacht. Das Teilprojekt zum Feedback-Portfolio ist in den Bildungswissenschaften angesiedelt und wird in Kooperation zwischen Psychologie und Erziehungswissenschaft durchgeführt. Es richtet sich an Lehramtsstudierende und somit an eine fachlich multidisziplinäre Gruppe.

Ziel der Portfolioarbeit ist es, eine (digitale) Lernumgebung zu gestalten, in der die Studierenden die verschiedenen Aspekte aus dem Studium ihrer Fächer integrieren und die eigene professionelle Entwicklung planen, dokumentieren und aktiv gestalten. Dazu gehört neben der adäquaten Auswahl, Reflexion, Strukturierung und Re-Strukturierung der Studieninhalte und der Erfahrungen aus verschiedenen, auch außeruniversitären Lerngelegenheiten, ganz zentral die Arbeit an einer Feedbackkultur.

Die Bausteine der im Projekt in den Blick genommenen Feedbackkultur sind Feedback geben, Feedback nehmen, Feedback erbitten sowie Feedback reflektieren und konstruktiv verarbeiten. Feedback erfolgt in unterschiedlichen Konstellationen und kann zum Beispiel von Lehrenden in den universitären Lehrveranstaltungen, in der Peer-Gruppe, von Tutorinnen und Tutoren, von praktikumsbetreuenden Lehrenden und anderen Personen, denen man im (zukünftigen) professionellen Umfeld begegnet, kommen und als Selbstfeedback auftreten. Form und Inhalt von Feedback beeinflussen unmittelbar die Emotionen und das Selbstkonzept und über die Zeit hinweg weitere Aspekte der individuellen Entwicklung, z.B. die professionellen Ziele, die Motivation und die Selbstwirksamkeitserwartung.

Die Arbeit an und mit dem digitalen Feedback-Portfolio wird in die Lehrveranstaltungen integriert. Die Studierenden setzen sich mit Formen und Effekten von Feedback sowie dem Prozess zum Aufbau einer Feedbackkultur auseinander. Sie erhalten Impulse für fach- und themenbezogene Schreib- und Beobachtungsaufträge. Neben dem persönlichen Feedback von Lehrenden, werden Feedbackrunden in Peer-Gruppen, kriteriengestütztes Feedback von Tutorinnen und Tutoren und automatisiertes Feedback durch digitale Tools genutzt.

Im Sinne des ModeLL-M werden die Potentiale der digitalen Lehr- und Lernumgebung ausgelotet, um ein nachhaltiges digitales Feedback-Portfolio zu entwickeln. Gemeinsam mit den Studierenden und mehreren Lehrenden aus den Bildungswissenschaften erarbeiten wir ein Tool, das die Studierenden im ersten Semester in die Hand bekommen, das sie über das Studium hinweg weiter führen und das sie bis ins Referendariat begleitet. Die Einträge im Feedback-Portfolio reflektieren den individuellen Weg der professionellen Entwicklung und können perspektivisch als Grundlage für Prüfungsformate oder als Ausgangspunkt für Forschungsfragen im Rahmen von Abschlussarbeiten vertiefend genutzt werden.

Erweiterungs-CoP: FB 02 | Sportwissenschaft

Projektverantwortliche
Dr. Hendrik Beckmann | Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Trainings- und Bewegungswissenschaft
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Dr. Robert Collette | Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Theorie & Praxis der Sportarten
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Jun.-Prof. Dr. Christiana Schallhorn | Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Sportsoziologie
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Dr. Christian Winter | Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Sportpsychologie
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Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Tim Wierling

Hilfskräfte
Stefanie Blatt
Aaron Sommer

Beschreibung des Vorhabens

Erinnert man sich an den eigenen Sportunterricht, hat der eine vielleicht ein zufriedenes Gesicht der Sportlehrerin über die erbrachte Leistung vor Augen, während der andere die mahnenden Worte des Sportlehrers über die missglückte Bewegung im Ohr hat: Feedbackprozesse sind ein fester Bestandteil des Sportunterrichts. Die weitverbreitete Wahrnehmung, Feedback diene allein der Unterstützung beim Erlernen vielfältigster Bewegungs‐ und Spielabläufe, übersieht jedoch dass die Schullehrpläne schon länger diesem Lernen im Sport das Lernen durch Sport gleichberechtigt hinzugefügt haben: Schüler*innen sollen eben nicht nur motorische Lernziele erfüllen (Bewegungsaufgaben), sondern sich auch kognitiv mit ihren Bewegungen und Spielen auseinandersetzen, um eine Reflexions‐ und Urteilsfähigkeit im und zum Sport zu entwickeln und sozial‐emotional zu lernen (Lernaufgaben). Um beide Seiten des sogenannten Doppelauftrags des Sportunterrichts bedienen zu können, müssen – im Kontrast zu anderen Unterrichtsfächern – mit der motorischen und der kognitiven Aktivierung unterschiedliche Formen zur Interaktion mit Schüler*innen genutzt werden. Die Verbindung dieser unterschiedlichen Anspruchsdimensionen ist nach aktuellen Studien ein wesentliches Qualitätsmerkmal für Sportunterricht und stellt deshalb eine Herausforderung für Sportlehrkräfte dar.

Eine Aufgabe fachdidaktischer Lehrveranstaltungen im Rahmen des Sportstudiums ist es somit, angehende Sportlehrer*innen dazu zu befähigen, diese Anspruchsdimensionen im späteren Berufsfeld zu verbinden. Ein etablierter Ansatz, um diesen Anspruch zu erfüllen, besteht im adressatengerechten Einsatz von Feedback, denn durch Rückmeldungen zu Bewegungen oder Verhalten sind per se motorische Handlungen mit einer kognitiven Auseinandersetzung gekoppelt. Deshalb hat Video‐Feedback gerade im Bereich des Sports (durch seine Körperlichkeit) viele Potenziale bei der Unterstützung von Feedbackprozessen. Ziel der erweiternden Community of Practice des Instituts für Sportwissenschaft ist daher, angehende Sportlehrer*innen (B.Ed.; M.Ed.) dazu zu befähigen, videobasiertes Feedback im Studium und im späteren Berufsfeld – als Sportlehrer*innen – zu geben und anzunehmen. Außerdem sollen sie lernen, Feedbackprozesse anzuregen und zu moderieren. Das Projekt zielt darauf ab, verschiedene studien‐ und berufsfeldrelevante Kompetenzen zu entwickeln, zu erweitern und zu verbessern.

In einer ersten Phase sollen Studierende im eigenen (motorisch‐kognitiven) Lernprozess durch ein ergänzendes digitales und individuelles Feedback von Dozierenden und studentischen Tutor*innen unterstützt werden. Daran anschließend sollen die Studierenden in der zweiten Projektphase Expertise darin erwerben, horizontale Feedbackprozesse mit Kommiliton*innen zu initiieren (ebd.) und zu moderieren, damit die angehenden Lehrkräfte entsprechende Gruppenprozesse im Sportunterricht einsetzen können.

Den Fokus der Pilot‐CoP – eine übergreifende Feedback‐Kultur über das Studium hinweg zu entwickeln, um die Reflexion als roten Faden der individuellen professionellen Entwicklung zu stärken und die Entwicklung der Feedbackkompetenzen über den Verlauf des Studiums in Form eines Portfolios zu dokumentieren – möchte die erweiternde CoP somit auf das Video‐Feedback in fachdidaktischen Settings übertragen.

Erweiterungs-CoP: FB 05 | Fachdidaktik Englisch

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Oliver Meyer | Department of English and Linguistics, Fachdidaktik Englisch
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Prof. Dr. Susanne Wagner | Department of English and Linguistics, English Linguistics
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Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Anna Lyaschuk

Dr. Ulrike Stange-Hundsdörfer | Department of English and Linguistics, English Linguistics
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Weitere Mitglieder der Community of Practice
Dr. Sonja Georgi | Department of English and Linguistics, Obama Institute for Transnational American Studies
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Dr. Frank Obenland | Department of English and Linguistics, Obama Institute for Transnational American Studies
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Hilfskräfte
Amelie Friedmann

Niclas Gehres

Christine Zuber

Beschreibung des Vorhabens

Im Rahmen dieses Projekts wollen wir gemeinsam mit Studierenden kompetenzorientierte Rubriken für ein mehrstufiges, bidirektionales Feedback im Rahmen der Portfolioarbeit für ausgewählte Seminare (American Studies, Fachdidaktik, Linguistik) des Studiengangs Lehramt Englisch (B.Ed. und M.Ed.) konzipieren, implementieren und evaluieren. Ziel ist die Entwicklung einer disziplinübergreifenden Feedbackkultur, von der wir uns neben fachlichen Kompetenzgewinnen auch positive Effekte auf Selbstwirksamkeit und Engagement von Studierenden und Dozierenden versprechen.